The C I A O! Principle

You surely remember the last time you were at a family feast and you just couldn´t resist that third (or fourth, or …) helping.

And that cozy but stuffed feeling afterwards, you might even have had to unbutton the top button of your pants to allow your digestion a little more space?

While this in some part is tradition at family meetings and also other festivities, it is not a principle that would lead to a whole state of coziness and wellbeing in the context of your daily life.

Yet, the same practice is applied often during the day-by day.

You could save the leftovers for a meal next day, but the dinner came out exceptionally well, so you take the second plate and then clear the rest also, as it is simply not enough to do anything else useful with it or freeze it for later consumption. And you´re feeling stuffed and regret it.

And that glass of wine/cup of coffee that left a lingering taste in your mouth and that taste awakens the images we have of ourselves being just at the right time at the right place.

And so we take a second glass/cup.

Often after the second (or third) helping.

And so on.

And somehow, we never get better/fitter/more slender.

The vision of abstinence connected with the maintaining of a rigid diet is so imprinted in our (brain-) cells, that subconsciously, we often try to make up for that perceived loss beforehand; before the feared deprivation even starts.

Often, all we practice is this fear and in our attempt to quiet it, we get caught in the very behavior we actually want to leave.

So, what would be the easiest and safest method to do that?

We came up with the C I A O!-Method.

Meaning (besides sounding great with its Italian touch):

C –I –A –O !

Keep (ceep)         It                      At                        One !

 

Or:

Say “Ciao!” to the second helping (nearly) no matter what.

So, for example,  the next time you enjoy a good meal:

Try to really enjoy this one plate that you have in front of you. Try to eat slower, to chew thoroughly and to take time to taste what is in your mouth.

If a short glance at the stove tells you that there is some serious leftover:

Great! You´ll have a superb meal again at any time the next day. This will also save you time and costs for preparing or purchasing  a new dish.

It might spark your creativity to enhance the leftovers with fresh herbs or a varied preparation.

But the best thing is: you don´t have to abstain. You have one complete plate of all you like to enjoy.

Same with a glass of wine or coffee.

Both are not suppliers of liquid, they are luxury food. Treat them as such. Enjoy them in the moment. Say “Ciao!” to the urgent need to follow up with a second unit after drowning the first and best do it while being at this first. Respect the stuff you consume.

You might be able to say C I A O! to a lot of things in your life after some practice, not just food.

Figure out what you really enjoy at that moment and try to visualize, if you´d like to keep it at that or if there absolutely has to be a rerun later.

One huge caveat at the end of this short introduction to the C I A O! principle: It might not work with sweets or other products designed to be highly addictive.

While the basic rule applies – take one to enjoy, leave the rest for later or others – if you have a sweet tooth it might actually be easier for you to eat none at all than one which drops you into insanity.

Just speaking out of experience…

So, to keep this text short and essential in the sense of the content: C I A O! for now!

Advertisements

Wie man eine Geschichte schreibt

„Ich möchte eine Geschichte schreiben.“
„Dann musst du drei Geschichten schreiben, bis eine davon deine wird.“
„Warum das?“
„Die erste Geschichte die zu dir kommt ist wie ein Splitter oder ein Schnitt in deinem Finger. Sie ist ein Ereignis das ein Gegenereignis auslöst, so wie dein Körper seine kleinen Armeen von Abwehrzellen schickt, um den Eindringling zu bekämpfen.
Die zweite Geschichte die du schreibst ist immer eine Reinigung. Wenn der Schnitt erst einmal zu bluten angefangen hat, bündelt der Körper alles was er an Giftstoffen hat und entledigt sich dessen wie bei einem Aderlass. Genauso macht es dein Geist.
Erst bei der dritten Geschichte, wenn jedes Hindernis und jeder alte Gedanke deinen Geist verlassen haben, kann das Blut direkt aus deinem Herzen aufs Papier fließen.“

Cookie in the box – Teil 10

“Und was machen wir dann hier? Oder besser: ich?” Er überging die Beleidigung. “Dieser Ort hier existiert nur, weil er sowas wie eine Schnittstelle zwischen den Welten ist.” “Zwischen welchen Welten?” “Zwischen den meisten.” “Aha.” Er seufzte wieder mal geduldig. “Erinnerst du dich an die Tür, die von der Toilette hierher führt?” “Türen. Da waren zwei.” “Exakt, genauso funktioniert das mit den Welten. Du hast ein Tor auf beiden Seiten. Dazwischen ist ein kleiner Streifen Niemandsland. Wie an jeder beliebigen Grenze.” “Und dieser Streifen ist eine Bar?” “Genau. Man muss sich seinen Aufenthalt da ja irgendwie angenehm machen.” Sagte es und nahm einen Schluck. Hatte er nicht gerade erst über Suchties und Zombies doziert? Langsam sickerte die Bedeutung dessen, was er gesagt hatte, durch. “Also, gehen wir von hier aus woanders hin?” “Richtig.” Ich traute mich nicht zu fragen, wohin, denn vermutlich würde es nicht besser werden. Ein eigenartiges Ziehen meldete sich in meinem Nacken. Ähnlich dem Gefühl, beobachtet zu werden, das ich ja nun schon die ganze Zeit hatte, nur stärker. Ich wollte mich umdrehen, aber er sagte hastig: “Sieh nicht hin.” “Zu wem?” Er nickte mit dem Kopf in Richtung einer Gestalt, die zwei Tische hinter mir saß. Im Augenwinkel sah ich, dass der Mann lange Haare hatte, eine große Brille und ein fleckiges, weißes T-Shirt trug. “Das ist ein Seelenfresser. Schau ihm nicht in die Augen, sonst bist du noch ein Stück los und das wird dir bedeutend mehr weh tun.” “Ein Seelenfresser?” “Ja, ein Seelenfresser. Wo es Leben gibt, gibt es Parasiten. Ganz gleich, wie dieses Leben aussieht.” Er machte eine Pause. “Selbst wenn es so aussieht wie du. Gehen wir.” Damit stand er auf und schob seinen Stuhl zurück an den Tisch. “Ohne zu zahlen?” “Ich habe schon für uns gezahlt. Mit dir. Also komm, ehe sie dich hier zu sehr ins Herz schließen.” Eilig stand ich auf und folgte ihm. Natürlich gingen wir wieder zur Toilette. Erst in dem kleinen Flur ließ das Ziehen und Reißen an meinem Körper nach. Es war, wie Ketten abzuwerfen. “Mach dich bereit, wir treffen jetzt Harold.” “Harold?” “Harold.” “Wer ist Harold?” “Der, den wir jetzt treffen. Bereit?” “Keine Ahnung.” “Dann los.” und er stieß die zweite Tür auf und zog mich mit.

Positive Taxifahrer

Ein Wort zu Taxifahrern.
Taxifahrer sind positiv eingestellte Mitmenschen.
Dabei ist es egal, ob sie gerade im Ausland oder bei sich zu Hause sind.
Ein Beispiel.
Man kommt am Flughafen an, steigt in ein Taxi und sagt:
„Guten Tag. Zum Hotel Ambassador, bitte.“ Der Taxifahrer sagt:
„Ja.“
„Wissen Sie wo das ist?“
„Ja.“
„Na dann fahren Sie.“
Weil nichts passiert wiederholt man „Na dann fahren Sie“ mit einer entsprechenden Handbewegung.
Der Fahrer sagt: „Ja.“ Und fährt los.
Auf dem Weg der übliche Smalltalk („Schöne Stadt. Tolles Wetter. Interessante Musik die Sie da hören.“ „Ja. Ja. Ja.“).
Schließlich hält das Taxi vor dem Hotel Heidelberg.
Der Fahrer zeigt auf das Gebäude und sagt: „Ja.“
„Ist das das Ambassador?“
„Ja.“
„Da steht aber Heidelberg.“
„Ja.“
„Ich wollte aber zum Ambassador.“
„Ja.“
„Das ist aber nicht das Ambassador.“
„Ja.“
„Sie wissen gar nicht wo das ist, oder?“
„Ja.“
„Sie haben aber gesagt, Sie wüssten wo das ist.“
„Ja.“
„Aber Sie verstehen kein Wort von dem was ich sage.“
„Ja.“
„Gut, dann werde ich jetzt aussteigen und jemanden suchen, der mich dahin bringen kann, wo ich hin will.“
„Ja. 5000 Euro. Ja.“
„5000 Euro für fünf Minuten Fahrt zur falschen Adresse?“
„Ja.“
Sie verarschen mich doch.“
„Ja.“
„Das zahle ich nicht.“
„/&$&%/EyHurensohnDreckAlterIschDischDrehkickundFickDeineOma)&%)%(%&%+“
„Meine Oma ist seit 13 Jahren tot. Wollen Sie wirklich Sex mit ihr haben?“
„Ja.“

Cookie in the box – Teil 9

“Im Reich der gehenden Toten? Müsste es nicht der ‘lebenden Toten’ heißen?” “Nein, wenn sie tot wären, würden sie ja nicht mehr leben, oder.?” Da waren wir wieder. “Ok, was heißt: ‘Der gehenden Toten.” Er nahm einen Schluck. “Ganz einfach, es sind die jenigen die tot sind, aber sich weigern, sich so zu verhalten.” “?” “Die Seelen von Toten gehen in das Reich der Toten, über den Fluss der Unterwelt…” “Den Styx!” “…genau, aber manche von ihnen weigern sich, dorthin zu gehen. Weil sie Angst haben, vor Strafe, vor Dingen die sie auf der Erde unerledigt gelassen haben, etc. Diese Seelen kommen hierher, es ist der einzige Ort, an dem sie sich aufhalten können, ohne sich den Gesetzen einer der beiden Welten unterwerfen zu müssen. Ganz grob erklärt.” “Erklärungen führen eigentlich dazu, dass man etwas versteht. Ich verstehe ehrlich gesagt gar nichts. Sind sie tot oder lebendig? Sind das Seelen oder Zombies?” “Zombies”, sagte er abfällig, “jeder Drogenabhängige ist ein Zombie. Zombies sind Leute die nicht mehr aus eigenem Willen handeln, sondern von etwas gesteuert werden, ohne sich dessen bewusst zu sein. Aber sie leben noch. Seelen sind ätherisch, nicht greifbar, als Seele kannst du kein Glas mehr halten, so wie die hier. Es sei denn, du suchst oder machst dir einen neuen Körper.” Er machte eine Pause. “Also Besetzung? Wie in: ‘Der Exorzist?'” “Nein, Schöpfung. Wie in: ‘Die Bibel’. ‘Am Anfang war das Wort’, erinnerst du dich?” “Gott…schöpft. Oder? Er alleine und nicht wir.” “Was bist du anderes als Gottes Ebenbild? Klar kannst du auch schöpfen.” Ich versuchte es einfach mal spontan. Er bekam immer noch keinen rosa Elefantenkopf. Er sah wie üblich meine Fragezeichengesicht und sagte: “Es gibt eine Legende von einem Weisen und einem Schüler. Der Schüler fragte den Meister, wie er selber auch weise werden könnte. Der Weise lud ihn zu einem Spaziergang ein. Sie kamen an einen Fluss. Der Weise packte den Schüler, warf ihn ins Wasser und hielt seinen Kopf so lange unter Wasser, bis er bewusstlos war. Als der Schüler kurz danach am Ufer erwachte, fragte er seinen Meister, warum er das getan hatte. Dieser sagte: ‘Was hast du dir am meisten gewünscht, als dein Kopf unter Wasser war?’ ‘Luft!’, antwortete der Schüler. ‘Erst, wenn du dir so stark wünschst, zu wissen, wie du dir vorhin gewünscht hast, zu atmen, dann wirst du Wissen erlangen.’, sagte der Weise. Was also sagt dir das?” Ich sah mich um und betrachtete die Gestalten an den anderen Tischen. Sie sahen aus wie die klassische Besetzung einer Biker-Bar in einem schlechten Film. Wie Schwerverbrecher. Ich drehte mich wieder zu ihm. In meinem Rücken spürte ich nach wie vor die versteckten Blicke der anderen. “Dass wir hier umgeben von Wahnsinnigen sitzen?” Er nahm sein Glas in die Hand. “Genau. Von hochgradig Wahnsinnigen und absoluten Fanatikern. Willkommen am Arsch der Welt. Prost!”

Cookie in the box – Teil 8

Wohl doch ein Scherz. Nach einem Meter hatte ich vor einer weiß gekachelten Wand gestanden und als ich an ihr vorbei gegangen war, direkt in einem Herrenklo. Drei Urinale, alt zum Teil schwarz angelaufen, mit altmodischen Druckknöpfen und rostigen Rohren, die in der Wand verschwanden, hingen in den Raum hinein wie träge glotzende Augen. Gegenüber eine Kabine, die, das konnte ich durch die offene Tür sehen, innen mit einer grünen Blümchentapete ausgekleidet war. Vermutlich der Damenbereich, dachte ich. In der Toilette war es still. Keine von selbst einsetzende Spülung, kein Tropfen, keine Ratten oder Schlangen. Immerhin. Ich suchte die Ausgangstür und fand sie. Es war eine Doppeltür, und als ich die innere öffnete, schlugen mir von hinter der anderen Tür Kneipengeräusche entgegen. Ich öffnete die zweite Tür und fand mich in einem kleinen Flur, der zu einem großen Gastraum führte, wieder. Jenseits des Flurs Tische, Fenster, Stühle, eine Theke, lärmende Menschen, Rauch in der Luft, Klirren von Gläsern. Langsam ging ich hinein. Leben. Es war ein sehr seltsames Gefühl, wieder unter Menschen zu sein, echten Menschen, die atmeten, alterten und laute Stimmen hatten. Ich versuchte mich anhand irgendeines Zeichens zu orientieren, wo ich war. Die Wände waren voller Plakate aus den Sechzigern und Fünfzigern, teilweise von Konzertankündigungen, es gab aber auch alte Werbeanzeigen. Auf jeden Fall war es Deutsch, aber auf den ersten Blick sah ich keine Anhaltspunkte, wo ich mich gerade befand. Ich suchte die Fenster. Sie waren Milchverglast. Hinter ihnen gab es Bewegung, verschwommene Silhouetten von Menschen, die vorbei gingen, von Fahrzeugen. Ein gutes Zeichen, dachte ich, ich war auf jeden Fall an einem “normalen” Ort.

Eine Bewegung in meinem Augenwinkel gelangte an meine Aufmerksamkeit. Jemand hatte die Hand gehoben, wie zum Gruß. Ich drehte mich um – mein Führer.

“Komm, setz dich.”, sagte er. Als wäre nichts gewesen. Oder als hätte er nichts anderes erwartet, als mich hier zu treffen, aber das hatte er vermutlich auch nicht. Ich zögerte. Wie hatte das alles eigentlich angefangen? Wo waren wir uns begegnet und wann hatte ich mein Einverständnis dazu gegeben, mich von ihm durch die Gegend schubsen zu lassen? Welche Frage hatte ich gestellt, um auf die Antworten gestoßen zu werden. Ich versuchte mich zu erinnern, aber ich konnte es nicht. War das ein Traum? Der Gedanke kam mir zum ersten Mal. Alles hatte keinen Anfang gehabt und die Wirklichkeit lief nicht mehr linear ab, zumindest nicht logisch. Es musste ein Traum sein. Instinktiv zwickte ich mich. Es tat weh. War das ein sicherer Beweis? Ich hatte einmal gelesen, dass man Träume beeinflussen kann, sobald man sich bewusst ist, dass man träumt. Ich versuchte, meinem Führer eine rosa Elefantenkopf wachsen zu lassen. Kein Ergebnis. Es fiel auch kein Glas herunter und der Tod kam nicht zur Tür herein und küsste mich dann stürmisch und nicht lebensgefährlich. Alles blieb wie es war. Dennoch hatte sich etwas verändert. Als hätte die Luf, die schwer im Raum hing, eine neue Qualität bekommen, wie eine neue Windrichtung oder eine ganz entfernt wahrnehmbare Strömung – plötzlich hatte ich das Gefühl, dass jeder hier mich beobachtete. Es wurde nicht leiser, die Menschen – Männer, es waren nur Männer – starrten mich nicht an, aber es schien, als beobachteten sie mich in den Augenwinkeln, als seien die Gespräche, das Anstoßen und das Scharren der Holzstühle auf den Holzdielen nur Ablenkung, eine Theaterkulisse, dafür da, mich zu täuschen, während es in der Handlung um etwas ganz anderes ging.

“Setz dich”, wiederholte er in meine Gedanken. Widerstrebend ging ich zu seinem Tisch, rückte mir einen Stuhl und setzte mich. Er nickte. “Ein Bier?”. Ich nickte. Er rief dem Mann hinter der Theke eine Marke zu, die ich nicht kannte und drehte sich dann wieder zu mir. “Wie gehts dir?” Gute Frage. Wie ging es mir? Mein Ohr pochte schmerzhaft, wo das Ding vom Boot mir das Ohrläppchen abgerissen hatte. Ich griff mit der Hand an die zerfetzte Stelle um zu sehen, ob es blutete, aber es war trocken. Ein bißchen wie versengt, nicht verkrustet. “Das heilt wieder.”, sagte er. “Zumindest die Wunde. Aber es ist nicht so schlimm, dass du nie wieder gerade laufen könntest. Vielleicht gibt sie dir es ja irgendwann zurück.”

Ich fragte nicht nach. Ob und wie ich sie wieder treffen müssen würde oder warum sie das getan hatte; mich schmerzte in diesem Moment lediglich, dass ein Teil von mir anscheinend unwiederbringbar weg war. Mein Bier kam und es war ein tröstliches Gefühl, die kalte und mit Kondenswasser bedeckte Flasche in der Hand zu halten. Ich nahm einen Schluck direkt aus der Flasche und goß den Rest in mein Glas. Es war seltsam, obwohl ich mich an Bord des Bootes regelrecht betrunken hatte, fühlte sich mein Körper so trocken an, als hätte er tagelang keine Flüssigkeit bekommen. Er wartete, bis ich getrunken hatte.

“Frag”, sagte er.

Was sollte ich fragen? “Wo bin ich hier?” “Im ersten Lokal am Platz.” Etwas blitzte schelmisch in seinem Blick auf und er nippte an seinem Glas. Ich war des Katz-und-Maus Spiels müde und schwieg. Er wartete eine Weile, ob ich etwas sagen würde, dann machte er eine theatralische Geste mit seinen Händen und raunte: “Willkommen im Reich der gehenden Toten.”

Ein Gedicht über die Liebe zur Sonne

Liebe zur Sonne

Ich habe eine Liebesbeziehung zur Sonne

sie zeigt mir ihre Liebe in Kilowatttonnen

und ist es auch arg, arg finster im Park

so weiß ich doch, letztendlich fehlt es an nichts

dank Helios gibt es kein Ende des Lichts

 

Ich habe eine Liebesbeziehung zur Sonne

das fehlt nun, so glaub ich, wohl den meisten Nonnen;

obgleich sie auch niemals in Urlaube fliegen

sind sie doch verwandt mit den blassesten Engeln;

Herr Jesus mag Frauen mit Kalziummängeln

 

Ich habe eine Liebesbeziehung zur Sonne,

da tret ich doch gerne den Rest in die Tonne

ich schließe mein Haus und kehr ihm den Rücken

begebe mich fort, auf zu fremden Gestaden

bei jedem Schritt singend, im Sommerlicht badend

 

Ich habe eine Liebesbeziehung zur Sonne

ach, draußen zu leben ist doch eine Wonne!

die frischeste Luft, voll Duft und Ozon

und außerdem ist man auch nie ganz alleine

die meisten der anderen haben sechs Beine

 

Ich habe eine Liebesbeziehung zur Sonne

das ist, als hätt’ man den Jackpot gewonnen

ich will ihr ganz nah sein und steig immer höher

das Ziel ist der Gipfel im ewigen Eise

dort setz ich mich hin und brenne ganz leise